Glossar

Fachbegriffe zur Lehr- und Lernkultur

Lernbereich/Lernfeld

Lernfelder/Lernbereiche sind didaktisch-curriculare Organisationseinheiten im Schulunterricht. Handlungsfelder bzw. Themenbereiche  kommen aus dem beruflichen bzw. Lebensalltag. 

 

Zeitrichtwert

Der jeweilige Lehrplan gibt den aktuellen Zeitrichtwert vor.

Lernsituation

Aus den vorgegebenen Kompetenzen des Lehrplanes werden berufstypische Lernsituationen kreiert.

Lernarrangement

Die Lernaufgaben bestehen aus problem- oder auftragsorientierten Situationen, die im integrierten Arbeitsauftrag in einem Lehr-/Lernarrangement konkretisiert werden.

Kompetenzorientierter Unterricht

Die Lerner lösen den Arbeitsauftrag; die Lehrkraft steuert, moderiert und fördert die Lernprozesse.

Handlungskompetenz

Es wird die Inhalts-, Verhaltens- und Situationskomponenten beschrieben.

Selbstorganisiertes Lernen

Beim selbstorganisierten Lernen arrangiert die Lehrkraft den Lehr-/Lernprozess. Je nach Stand der Schüler werden die Lernarrangements kompakter hinsichtlich dem eigenständigen Lernen.

Lern- und Arbeitstechniken

Unter Lern- und Arbeitstechniken werden Verfahren verstanden, die das Lernen erleichtern und optimieren. Je nach Lerntyp bevorzugt er unterschiedliche Wege (z. B. Strukturierungshilfen) und Mittel (Lernkartei, Video).

Lernstrategien

Lernstrategien sind zielführende Verfahrensweisen, die zunächst bewusst angewandt aber mit der Zeit automatisiert werden; z, B. Lesestrategie, Teamarbeit, Lernen organisieren, Mit Stress umgehen, Präsentieren, Reflektieren …

Eigenständiges bzw. selbstgesteuertes Lernen

Der Lerner plant seinen Lernprozess selbst. Er wählt Inhalte aus und und verfügt über den Willen zum Ziel zu kommen. Er überwacht seinen Lernprozess und nimmt ggf. Anpassungen vor. Er motiviert sich, er ist sich bewusst, dass er sich selbst anfeuern muss. Am Ende der Leistung kann er seine Ergebnisse selbst beurteilen, indem er den ganzen Lernprozess reflektiert. Er wird dadurch den nächsten Lernprozess noch bewusster gestalten. (vgl. Boekaerts, Monique. Self-regulated learning)

Modell der vollständigen Handlung

Ein Arbeitsauftrag wird nach dem Modell der vollständigen Handlung geplant. Ziel ist es, ein Produkt zu erstellen. Das Modell besteht aus den sechs Phasen: Informieren, Planen, Entscheiden, Ausführen, Kontrollieren/Bewerten (Arbeitsergebnisse) und Auswerten (Lernprozess). Es wird großen Wert auf die Reflexion der Prozesse gelegt…

Kooperatives Lernen

Kooperatives Lernen ist eine Interaktionsform, bei der die beteiligten Personen gemeinsam und in wechselseitigem Austausch Kenntnisse und Fertigkeiten erwerben. Die Lernarrangements wechseln von der Ich-Phase zu Du-Phase, Wir-Phase oder Plenums-Phase.

Sozialformen

Die Lernenden arbeiten alleine (Einzelarbeit), zu zweit (Partnerarbeit), mit mehreren zusammen (Gruppenarbeit) oder mit allen (Plenum).

Entwicklungs-Portfolio

In einer Entwicklungs-Portfolio-Mappe sammelt der Lernende seine Handlungsprodukte (Ergebnisse des Unterrichts). In regelmäßigen Abständen reflektiert er schriftlich seinen vergangenen Lernprozess (Weiterentwicklung der Fachkompetenz) und seine Arbeitsprozesse (Lernstrategien, Arbeitstechniken, Lernerfahrungen bzw. –behinderungen). Am Schluss zieht der Lernende sein Resümee zu seinen zukünftigen Erwartungen und Ziele.